Streik in den Räumen der Charité

Solidarität ist die Zärtlichkeit der Proleten

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Wir waren, sagen wir es vorsichtig, irritiert. Worüber?

Über die Aussetzung oder Beendigung des gemeinsamen Streiks der KollegInnen der CFM GmbH und der Charité- Universitätsmedizin Berlin durch die Tarifkommissionen von ver.di und gkl im Mai.

Und wir stehen nach allem, was wir auf den Stationen und in den Bereichen gehört haben, damit nicht allein. Die Eckpunkte des Tarifvertrages der Charité blieben hinter den Forderungen der Streikenden erheblich zurück. Bis heute ist der Tarif nicht unterschrieben, es laufen immer noch die sog. Redaktionsverhandlungen.- Oder?

Die Geschäftsführung der CFM musste nur Verhandlungen zu einem Tarifvertrag ankündigen, um die Gewerkschaften zu einer Unterbrechung des Streiks zu bewegen. 4 Monate später nun stehen die Kollegen der CFM erneut im Arbeitskampf. Diesmal aber ohne die Kollegen der Charité, denn die sind bis auf die in der CFM Gestellten in der Friedenspflicht. So wird erzählt.

Ob ein nicht unterschriebener Tarifvertrag wirklich zur Friedenspflicht führt, sollten die Gewerkschaftsmitglieder wohl mit ihren Funktionären abklären.

Der solidarisch miteinander geführte Streik wurde so verunmöglicht oder zumindest stark erschwert.


Die Situation der Streikenden ist alles andere als einfach.

Und auch für die anderen drei Gesellschafter (Vamed, Hellmann, Dussmann) wird sich das Unternehmen wohl lohnen.

Trotzdem streiken die KollegInnen der CFM.

Jeder von uns dürfte einen gewissen Einblick in die Arbeitsbedingungen der Kollegen im Catering, im Transport, in der Reinigung, in der Logistik usw. haben. Fast jeder von uns weiß, was es heißt, mit wenig Lohn auszukommen. Und wir wissen alle, in der CFM sind die Löhne noch einmal deutlich niedriger als an der Charité.


Deshalb: Solidarität ist dringend notwendig!